Album "wish you were here""

 

 

wish you were here

 

Erschienen am 15. September 1975, volle zwei Jahre nach dem letzten Album. Wieder stammen alle Texte von Roger Waters, produziert wurde wieder in den Abbey Road Studios.

Das Abrechnungs-Album mit der kommerzialisierten Musik-Industrie (nach der DSotM konnte man sich einerseits freier äußern, aber andererseits drängte die Plattenindustrie weiter auf verkaufbare Charthits a la "money", "time" und "brain damage"). Einerseits ist das Album ein Tribut an Syd Barrett ("shine on..."), andererseits eine schonungslose Darstellung des Show-Biz - bis hin zum Lächerlichmachen der Mächtigen dieser Industrie ("...which one´s Pink?"). Besonders "have a cigar" und "welcome to the machine" lassen wenig Spielraum über die Meinung Roger Waters´ zu diesem Thema. Das Titelstück entstand übrigens aus einem Gedicht von Roger Waters und David Gilmour schrieb erst viel später die Musik dazu.

Waters, der selbst von seiner stimmlichen Qualifikation nie sonderlich überzeugt war holte Roy Harper bei "have a cigar" ans Mikrofon. Erstens hatte Gilmour es abgelehnt, den "zu anklagenden" Text zu singen und zweites erwies sich Waters Hoffnung, dass die Band ihn mehr oder weniger bitten würde, doch selbst zu singen als Schuss in den Ofen.

Ganz generell war es auch so, dass sich während der Aufnahmen zwei Lager innerhalb der Band bildeten. Gilmour und Wright konnten ganz gut mit der Kommerzialisierung ihrer Musik leben und akzeptierten die daraus folgenden Konsequenzen, Mason verhielt sich sowieso neutral und war bestenfalls körperlich anwesend doch Roger Waters vertrat ganz vehement die Meinung, die Zuhörer "aufwecken" zu müssen und die Chart-Geilheit der Plattenbosse aufzudecken.

"wish you were here"-cover

shine on you crazy diamond part I

welcome to the machine

have a cigar

wish you were here

shine on you crazy diamond part II